Was braucht die Katz


Heute haben wir den Stubenfliegen den Kampf angesagt. Die Fliegen werden nämlich durch offenstehendes Katzenfutter zum Problem…
Ginny frisst momentan super viel Katzenfutter. Schätzungsweise 1,5 Dosen. Das ist das dreifache (!) von dem, was sie vor der Schwangerschaft gegessen hat. Bei den vier kleinen Nimmersatts auch kein Wunder. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass auch Katzenfutter offen rumsteht. Und das wiederum lockt - insbesondere bei dem warmen Wetter - Stubenfliegen an. Mich nerven sie mit ihrem Gesumme und in das Katzenfutter legen sie ihre Eier. :(
Quasi der natürliche Feind von Katze und Mensch … ;)

Deshalb startet heute der große Stubenfliegen-Variantentest. Dazu werden über einen definierten Zeitraum, mehrere unterschiedliche Fliegenfang-Instrumente gleichzeitig eingesetzt, um zu ermitteln welches von ihnen am effektivsten arbeitet.
Hier die Fakten:

Testzeitraum 10 Tage: 20.-30.Juli 2006
Varianten A Falter - Geruchloser Fliegenköder im Falterdesign, wird an die Fensterscheibe geklebt, die Fliegen werden vom Fraßköder angelockt, fressen davon und sterben in der Nähe

B transparente Falle - giftfreie und geruchlose Leimfalle auf transparentem Klebestreifen, wird an die Fensterscheibe geklebt, Fliege wird “zuverlässig von der Falle festgehalten”

C Klebeband - auf natürlicher Basis, wird im Raum aufgehängt (sehr stylisch …), Fliege bleibt dran kleben

Testergebnis Es gewinnt die Variante mit der höchster “extermination rate” (Ausrottungsrate). Alle andere Faktoren wie etwa Handhabung, Geruch, Design, etc. fließen nicht in die Gewinnerermittlung mit ein.

Sehr beeindruckt hat mich Variante B. Da saß nämlich schon ‘ne Fliege fest, bevor ich Variante C überhaupt installiert hatte. Ein kleines Problem ist mir noch aufgefallen. Im Worst-Case-Szenario beeinflussen sich die Varianten gegenseitig. Zum Beispiel, wenn sie sich bei A vergiften und dann in Falle B torkeln.

Variante A: Falter
Variante A: FalterVariante B: transparente FalleVariante C: Klebeband

Wir sind mal wieder ins Arbeitszimmer umgezogen. Oh - ich glaub, ich hab gar nicht berichtet, dass wir zwischendurch wieder im Wohnzimmer waren. Na ja … Jedenfalls hat Ginny die Kitten wieder verschleppt. Unter Chris Schreibtisch, genauer hinterm Schreibtischcontainer wohnen sie jetzt. Da können sie jetzt prima auf den Kabeln rumliegen, unterm Drehstuhl rumtapsen und zwischendurch Chris in den Zeh beißen. Das ist nämlich eine ihrer neuen Lieblingsbeschäftigungen. Die Zähne sind noch ganz winzig und klein. Aber dafür ganz spitz.

Das Kinderkatzenklo hab ich dann eben auch mit umgezogen. Und ich konnte Famoses beobachten: Totti - smart und innovativ, wie wir ihn kennen - ist leichten Schrittes in das Kinderkatzenklo geklettert, hat voll Inbrunst ein beeindruckendes Loch gegraben, sich draufgesetzt, konzentriert die Augen geschlossen, leise gepiept, sein Geschäft erledigt, und dann … vor lauter Begeisterung, bleibt mir der Atem weg … hat er … es war einfach unglaublich, Leute … dann hat er das Loch wieder zugegraben!!! Und ich war live dabei! ;)

Die anderen Kitten üben derweil noch: Löcher graben klappt schon ganz gut und dass das Streu nicht so lecker ist, haben jetzt auch alle begriffen.



Unfassbar: Katzenpipi löst Begeisterungsstürme aus! Ich kann es selbst kaum glauben: Jemand hat ins Kinderkatzen-WC gepinkelt. Und ich war’s nicht. ;)

Ich hab’s entdeckt, als ich nach Hause kam. Zwei kleine Katzenpipi-Stellen im Katzenstreu. Ist das nicht wundervoll? Nein - es war ganz sicher nicht Ginny. Dafür waren die Stellen zu mini. Ich bin hin und weg. Nur weiß ich jetzt leider gar nicht, wer der große Pipi-Held war. Ich tipp mal, dass es nicht van Bommel war. Der frisst das Streu aktuell noch mir Vorliebe. :(

“Wo machen denn die Kleinen hin?”, werd ich oft gefragt. In den ersten Wochen kümmert sich die Mutter um alles. Während sie die Kitten putzt, leckt sie deren Bauch und Anal-Genitalregion und stimuliert so die Ausscheidung von Urin und Kot. In dieser Zeit trinken die Kitten nur Muttermilch. Ab der dritten Woche lernt die Mutter sie das Katzenklo zu benutzen. Wie das genau funktionieren soll, ist mir noch nicht ganz klar. Aber wir werden’s rausfinden…

Jedenfalls haben die Kitten jetzt neben ihrem Nest auch ein kleines Katzenklo. Ich setz’ sie jetzt ab und zu rein, damit sie das Streu und das Klo kennenlernen. Beim ersten Mal haben sie erstmal die Steine aufgeleckt. :(

Ginnys Katzenklo hat eine Haube. Das hat zum einen geruchstechnische Gründe und zum anderen den Vorteil, dass so das Katzenstreu nur auf einer Seite rausgescharrt werden kann. Weils der runden Katzedame jetzt aber langsam eng dadrin wird, und sie sich kaum noch umdrehn kann, dacht ich, ich tu ihr nen Gefallen und nehm die Haube runter.
Ihr hättet sie sehn müssen! Zuerst ist sie mit einer Mischung aus Interesse und Skepsis drumrum gelaufen. Hat die Sache ganz genau unter die Lupe genommen. Und mir dann voller Empörung einen Blick zu geworfen als wolle sie sagen:
“Was soll das denn? Jetzt kann mir ja jeder zuschaun!”

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