Tierarzt


Chris war heute mit Ginny beim Tierarzt. Vor dem hat Ginny inzwischen einen heiden Respekt. Hat versucht sich unsichtbar zu stellen und ist nur in geduckter Haltung über den Tisch gerobbt.

Der Tierarzt hat alle Impfungen wieder aufgefrischt und befunden, dass Ginny kerngesund ist. Auch Schwangerschaft und die Kastrations-OP sind restlos verheilt.

Zuhause ist sie natürlich mit Katzenleckerli belohnt worden.

Heute war wieder ein anstrengender Tierarzt-Tag für Ginny. Sie wurde kastriert und tätowiert. Insgesamt ein Routineeingriff für den Tierarzt, aber natürlich trotzdem sehr kraftraubend für so ein kleines Tigerwesen. Die ganze OP dauerte nur 30 Minuten.

Bei der Kastration werden der Katze die Eierstöcke entfernt. Dazu wird sie am Bauch, zwischen den Zitzen aufgeschnitten. Wichtig dabei ist jetzt, dass die Kitten die Wunde beim Saugen bzw. beim Milchtreten nicht verletzen oder die Fäden lockern. In 7-10 Tagen müssen die Fäden gezogen werden.

Die Tätowierung kommt ins Ohr. Sie dient als dauerhaften Kennzeichnung, mit der die Katze beim Haustierregister des Deutschen Tierschutzbunds angemeldet wird. Sollte Ginny mal verloren gehn, kann sie so schnell wieder zurückgebracht werden und darüber hinaus, kann man sofort erkennen, dass sie keine Streunerin ist.

Katze

Die OP ist ohne Komplikationen verlaufen und Ginny hat alles gut verkraftet. Nach der Narkose war sie natürlich noch eine ganze Weile benebelt und ist beim Laufen ein bißchen rumgetorkelt, aber heute abend hat sie schon wieder gefressen und bettelt die ganze Zeit an der Tür, dass sie raus will.

Die Kitten haben wir heute ausgiebig mit Katzenfutter versorgt. Inzwischen essen sie alle. Sogar Totti. Allerdings mögen die Tiger bisher nur Trockenfutter. Vorhin durften sie dann sogar nochmal kurz bei Ginny saugen. Aber nachdem sie so auf ihr rumgetollt sind, hat Ginny ihnen dann doch klargemacht, dass das nicht drin ist.

Heute morgen waren wir beim Tierarzt. Zu siebt! *lach* Für den Transport haben wir die Kitten zusammen mit Ginny in den Katzenkorb gesteckt. Man war das ein Gequietsche. Die Kleinen haben versucht ihren Kopf durch die Stäbe zu drücken. Außer Ronalda. Die hat lieber die Gelegenheit beim Schopf gepackt, um ausführlich und ohne Brüderkämpfe an der Mama zu saugen. Na ja, der Tierarzt ist gerade mal 10 Minuten weit weg. Alle haben es überlebt. ;)

Beim Tierarzt angekommen, kamen wir sofort dran. Und die Kitten haben erstmal den Tisch genau unter die Lupe genommen. Ginny nicht. Sie kennt die Umgebung schon und hat einen Fluchtversuch unternommen. Wieder eingefangen, wurden alle untersucht und für putzmunter befunden. Auch unsere Geschlechtsprognose wurde bestätigt. Ronalda ist ein Mädchen und die anderen drei sind Kater.

Für Ginny haben wir einen Kastrationstermin ausgemacht. Nächste Woche Samstag. Dann sind die Mäuse sechs Wochen alt und voraussichtlich abgestillt. Das sollten sie sein, damit sie die Wunde nicht verletzen. Länger warten wäre dagegen auch nicht empfehlenswert, weil Ginny sonst direkt wieder schwanger werden könnte.

Nachdem Chris den Tonnentiger mit kühnen Tricks eingefangen hatte, waren wir heute abend mit ihr beim Tierarzt. Da war allerhand los. Neben einer verrückten Hündin, die zur Zeit ein Katzen-Kitten säugt, war da zum Beispiel noch ein Meerschweinchen, dass vor ein paar Tagen bei einer OP zu ca. einem Drittel der eigenen Körpergröße aufgeschlitzt worden war. Laut Besitzer war es aber schon wenige Stunden nach der OP wieder ganz fit. Krasses Tier, wenn ihr mich fragt. Mit mir sollte man das besser nicht versuchen…
Kinderüberraschung
Jedenfalls sind auch wir irgendwann drangekommen. Ginny war diesmal gar nicht nervös und aufgedreht. Eher ruhig und ängstlich. Ich glaube, Chris hat sie mit Katzenminze betäubt. Aber euch interessiert wahrscheinlich mehr was der Arzt meinte … Mit großer Wahrscheinlichkeit ist sie schwanger. Für eine hunderprozentige Prognose müßte man sie allerdings röntgen oder einen Ultraschall machen. So was Krasses machen wir natürlich nicht mit ihr. Wer hat denn so Ideen? Wir sollen sie einfach weiter beobachten. Bei Katzen weiß man halt nie so genau.

Wenn sie ihre Babys abgesäugt hat - das ist etwa 5-6 Wochen nach dem Wurf - kann man sie dann kastrieren lassen. Vorher wäre das nicht so geschickt, weil die Jungen, dann ständig beim Saugen mit der Wunde in Kontakt kämen. Viel länger sollte man aber auch nicht warten, sonst kann sie gleich wieder schwanger werden.

Außerdem hat sie noch Frontline Spot-on Tropfen bekommen, die gegen sogenannte Ektoparasiten, dass sind zum Beispiel Zecken und Flöhe, helfen. Ginny schleppt inzwischen regelmäßig Zecken an. Inzwischen schon 4 Stück. Nachdem ersten - ich nenn’s mal - Zecken-Desaster, bin ich inzwischen fast zu so ‘ner Art Zeckenexpertin geworden. In Null-Komma-Nichts ist das Ding draußen, ohne das Ginny was merkt. *stolz ist*

Während ich hier schreibe, liegt Ginny neben mir und chillt unter der Schreibtisch-Lampe. Ob sie immer noch auf Katzenminze ist?

Dieses Wochenende hat Ginny viel erlebt: ihre erste Grillparty, Besuch von Romeo und ihre erste Zecke. Die Grillparty hat sie nicht so sehr begeistert. Hat sich lieber im Bad versteckt. Dafür hat sie sich am nächsten Tag ordentlich ausgetobt. Hat zusammen mit Romeo das halbe Tulpenbeet platt gemacht …
Und abends dann der Schreck: Ginnys erste Zecke! Woah! Ich weiß nicht, wer mehr Angst hatte - Ginny oder wir. Irgendwie haben wir sie dann rausbekommen. Nein - natürlich nicht irgendwie. Erst haben wir sie mit Wodka betäubt. Nicht die Katze - die Zecke! Und dann haben wir sie mit einer Zeckenzange rausgedreht. Hätten wir das auch hinter uns …

Katze im Grass
Ginny in der Blume

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